Um zu verstehen, warum Hotel-Websites bei Social-Media-Besuchern scheitern, muss man verstehen, wer diese Besucher sind – denn sie unterscheiden sich fundamental von allen anderen Website-Besuchern.Ein Gast, der über Google auf die Website kommt, sucht aktiv.
Er hat ein Ziel, er vergleicht, er ist im Recherche-Modus. Die Website muss ihm Informationen liefern: Preise, Verfügbarkeit, Lage, Ausstattung. Das ist die Art von Besucher, für die die meisten Hotel-Websites gebaut sind.Ein Gast, der über Social Media auf die Website kommt, ist in einem völlig anderen Zustand. Er hat gerade ein Video gesehen, das ihn emotional berührt hat. Er hat sich vorgestellt, in diesem Hotel aufzuwachen, dieses Frühstück zu genießen, diesen Ausblick zu haben. Er ist nicht im Recherche-Modus – er ist im Inspirationsmodus. Er klickt auf die Website, weil er dieses Gefühl vertiefen will.
Und dann landet er auf einer Seite, die aussieht wie ein Informationsportal: Menüleiste, Textblöcke, Zimmerübersicht, Buchungsmaske.Der emotionale Bruch, der in diesem Moment passiert, ist der Hauptgrund, warum Social-Media-Traffic nicht konvertiert.
Der Gast kam mit einem Gefühl – und die Website beantwortet mit Fakten. Das ist nicht falsch, aber es ist der falsche Zeitpunkt. Der Gast ist noch nicht bereit für Preise und Verfügbarkeiten. Er will erst bestätigt bekommen, dass dieses Hotel wirklich so ist, wie er es sich gerade vorgestellt hat.