Welche Rolle Social Media im gesamten Buchungsprozess eines Hotels spielt

Worum es in diesem Beitrag geht

Viele Hotels stellen sich dieselbe Frage: „Welche Rolle spielt Social Media eigentlich wirklich bei der Buchung?“ Die Antworten fallen oft extrem aus: - „Social Media bringt keine Buchungen.“ - „Social Media ist unser wichtigster Kanal.“ Beides greift zu kurz. Dieser Beitrag ordnet nüchtern und realistisch ein, welche Rolle Social Media im gesamten Buchungsprozess eines Hotels spielt, wo es wirkt, wo nicht und warum genau dort sein größter Wert liegt.

Die wichtigste Klarstellung vorab

Social Media ist kein klassischer Vertriebskanal. Aber: Es ist ein entscheidender Einflussfaktor auf Buchungsentscheidungen. Social Media wirkt: - selten am Ende - häufig am Anfang - fast immer dazwischen Wer Social Media nur an der finalen Buchung misst, missversteht seine Funktion.

Der Buchungsprozess eines Hotels – stark vereinfacht

Ein typischer Buchungsprozess besteht aus mehreren Phasen: 1. Aufmerksamkeit & Inspiration 2. Orientierung & Einordnung 3. Vertrauen & Vergleich 4. Entscheidung & Buchung 5. Bestätigung & Absicherung Social Media spielt nicht in jeder Phase dieselbe Rolle, aber in mehreren eine entscheidende.

Phase 1: Aufmerksamkeit & Inspiration

Welche Rolle Social Media hier spielt In dieser Phase: - weiß der Gast oft noch nicht, wo er buchen will - sucht Ideen, Anlässe, Möglichkeiten Social Media wirkt hier als: - Inspirationsquelle - Auslöser - erster Kontaktpunkt Besonders relevant für: - Resorts - Ferienhotels - Erlebnis- und Boutiquehotels Hier entsteht: „Dieses Hotel merke ich mir.“

Phase 2: Orientierung & Einordnung

Was Social Media hier leistet Der Gast beginnt zu vergleichen: - verschiedene Hotels - unterschiedliche Angebote - unterschiedliche Preisklassen Social Media hilft dabei: - das Hotel einzuordnen - Atmosphäre greifbar zu machen - Zielgruppe sichtbar zu machen Wichtige Fragen des Gastes: - Passt das Hotel zu mir? - Ist das aktuell? - Wirkt das professionell? Social Media beantwortet diese Fragen oft schneller als die Website.

Phase 3: Vertrauen & Vergleich

Die unterschätzte Rolle von Social Media In dieser Phase: - wird selten gebucht - aber sehr oft geprüft Viele Gäste: - kommen über Google oder OTAs - schauen danach auf Social Media Warum? - andere Perspektiven - aktuelle Einblicke - „echtes Gefühl“ Social Media fungiert hier als: - Vertrauensfilter Ist der Kanal: - ungepflegt - veraltet - inkonsistent wird die Buchung häufig infrage gestellt, auch wenn Preis und Lage stimmen.

Unsicher, welche Rolle Social Media aktuell im Buchungsprozess Ihres Hotels spielt?

Bevor falsche Erwartungen entstehen, analysieren wir gemeinsam, wie Social Media bei Ihren Gästen tatsächlich wirkt.

Phase 4: Entscheidung & Buchung

Was Social Media hier nicht ist Social Media ist: - kein Checkout - keine Buchungsmaske - kein direkter Ersatz für Performance-Marketing Die Buchung passiert meist über: - Website - Google Ads - OTAs Was Social Media hier trotzdem leistet Social Media: - reduziert Unsicherheit - erhöht Buchungsbereitschaft - macht die Entscheidung leichter Es wirkt indirekt, aber messbar – z. B. durch: - bessere Conversion-Rates - geringere Absprünge - stabilere Performance-Kampagnen

Phase 5: Bestätigung & Absicherung

Eine oft übersehene Phase Nach der Buchung: - suchen viele Gäste Bestätigung - prüfen erneut Inhalte - teilen Eindrücke Social Media: - stärkt die Entscheidung - verlängert Vorfreude - reduziert Stornorisiken Auch hier gilt: Ein gepflegter Kanal stabilisiert die Buchung. Ein schwacher Kanal erzeugt Zweifel.

Warum Social Media oft falsch bewertet wird

Viele Hotels messen Social Media nur an: - direkten Buchungen - Attributionsmodellen - letzten Klicks Das Problem: Social Media wirkt über den gesamten Prozess, nicht punktuell. Wer Social Media nur am Ende misst, übersieht seinen größten Effekt.

Wie Social Media richtig eingeordnet werden sollte

Social Media ist: - kein Ersatz für Performance-Marketing - kein Ersatz für OTAs - kein kurzfristiger Umsatzkanal Sondern: Ein strategischer Begleiter entlang der gesamten Buchungsentscheidung Hotels, die Social Media so verstehen, nutzen den Kanal deutlich wirkungsvoller.

Geeignet für:

- Hotels mit erklärungsbedürftigem Angebot - Betriebe mit emotionaler Entscheidung - Häuser mit Direktbuchungsfokus - Hotels mit Performance-Marketing

Nicht geeignet für:

- reine Zweckübernachtungen - Hotels mit ausschließlich funktionaler Buchungslogik - Betriebe ohne Content-Ressourcen

Kurz zusammengefasst

- Social Media ist kein Buchungskanal - Es wirkt entlang des gesamten Entscheidungsprozesses - Besonders stark in Inspiration, Vertrauen und Absicherung - Buchungen entstehen indirekt, aber messbar - Wer Social Media isoliert misst, bewertet es falsch
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