Auch wenn die direkte Attribution versagt, gibt es Indikatoren, die zeigen, ob Social Media im Buchungsprozess wirkt.
Der stärkste Indikator ist die Entwicklung der Brand-Searches. Wenn mehr Menschen den Hotelnamen direkt in Google eingeben – statt nach generischen Begriffen wie „Wellness-Hotel Schwarzwald" zu suchen – ist das ein Zeichen dafür, dass das Hotel im Bewusstsein potenzieller Gäste verankert ist. Social Media ist der häufigste Treiber für diesen Effekt.
Der zweite Indikator sind Saves auf Instagram. Ein Save ist kein Like. Ein Save bedeutet: „Darauf will ich zurückkommen." Im Hotelkontext bedeutet das fast immer: „Das Hotel merke ich mir für meine nächste Reise." Hotels, deren Saves pro Beitrag steigen, bauen eine Pipeline potenzieller Gäste auf – unsichtbar für jedes Buchungstool, aber real.
Der dritte Indikator ist das Verhalten des Social-Media-Traffics auf der Website. Wenn Besucher, die über Social Media kommen, eine überdurchschnittliche Verweildauer haben, mehr Seiten besuchen und häufiger die Buchungsseite erreichen als der Durchschnitt, ist der Traffic qualifiziert – auch wenn die letztendliche Buchung einem anderen Kanal zugeordnet wird.
Und der vierte Indikator ist der langfristige Trend der Direktbuchungen. Hotels, die Social Media professionell und konsistent betreiben, sehen über sechs bis zwölf Monate einen messbaren Anstieg der Direktbuchungsquote. Nicht explosiv, aber stetig. Und dieser Anstieg lässt sich nicht allein durch andere Maßnahmen erklären.