Warum viele Hotels trotz hoher Auslastung ein Social-Media-Problem haben

Worum es in diesem Beitrag geht

Viele Hotels sind gut ausgelastet. Teilweise über Monate hinweg, manchmal sogar Jahre im Voraus. Gleichzeitig zeigt ein Blick auf die Social-Media-Kanäle vieler dieser Betriebe: - wenig Aktivität - schwache Inhalte - keine klare Linie Dieser Widerspruch ist kein Zufall. Hohe Auslastung verdeckt oft strukturelle Probleme im Marketing, besonders bei Social Media. Dieser Beitrag erklärt, warum gerade gut ausgelastete Hotels häufig ein Social-Media-Problem haben und warum das langfristig riskant ist.

Denkfehler 1: „Uns geht es gut, wir brauchen Social Media nicht“

Hohe Auslastung vermittelt Sicherheit. Viele Hoteliers schließen daraus: - Marketing funktioniert - Sichtbarkeit ist ausreichend - Social Media ist nicht entscheidend Das Problem: Auslastung ist eine Momentaufnahme. Keine Garantie für die Zukunft. Märkte verändern sich: - Buchungsverhalten - Plattformen - Wettbewerb - Erwartungen der Gäste Social Media wird oft erst relevant, wenn es eigentlich schon zu spät ist.

Denkfehler 2: Auslastung wird mit Markenstärke verwechselt

Ein Hotel kann: - gut ausgelastet sein - und trotzdem kaum wahrgenommen werden Gründe für hohe Auslastung sind häufig: - Lage - Stammgäste - Gruppen - Events - Saisonalität All das sagt nichts über Markenstärke aus. Social Media zeigt gnadenlos: - wie sichtbar ein Hotel wirklich ist - wie modern es wirkt - wie klar es positioniert ist Viele Hotels sind wirtschaftlich erfolgreich, aber kommunikativ unsichtbar.

Denkfehler 3: Social Media wird als verzichtbar eingestuft

In gut ausgelasteten Hotels heißt es oft: - „Wir haben Wichtigeres zu tun“ - „Das können wir später angehen“ - „Aktuell ist kein Druck da“ Social Media wird aufgeschoben. Nicht aus Ablehnung, sondern aus Bequemlichkeit. Das Problem: Social Media braucht Zeit, Kontinuität und Aufbau. Was heute nicht beginnt, lässt sich morgen nicht schnell nachholen.

Denkfehler 4: Fehlende Dringlichkeit führt zu Mittelmaß

Wenn kein wirtschaftlicher Druck da ist: - fehlt Fokus - fehlt Konsequenz - fehlt Qualität Social Media läuft dann: - nebenbei - unregelmäßig - ohne klare Ziele Das Ergebnis ist kein Totalausfall, sondern durchschnittlicher, belangloser Content. Und genau der schadet mehr, als er nützt.

Denkfehler 5: Die Abhängigkeit von bestehenden Kanälen wird unterschätzt

Viele gut ausgelastete Hotels sind abhängig von: - OTAs - Reiseveranstaltern - Gruppenbuchungen - einzelnen starken Märkten Solange das funktioniert, wird Social Media nicht als notwendig gesehen. Das Risiko: - veränderte Nachfrage - neue Wettbewerber - steigende Provisionen - verschobene Gästestrukturen Social Media ist kein Ersatz, aber ein strategisches Gegengewicht.

Denkfehler 6: Social Media wird erst bei Problemen ernst genommen

Ein klassisches Muster: - Auslastung sinkt - Nachfrage verändert sich - Wettbewerb wird stärker Erst dann wird Social Media plötzlich wichtig. Das Problem: Social Media wirkt nicht kurzfristig. Wer erst startet, wenn die Betten leerer werden, wird enttäuscht sein. Social Media funktioniert präventiv, nicht reaktiv.

Warum das langfristig gefährlich ist

Hotels mit hoher Auslastung, aber schwacher Social-Media-Präsenz: - verlieren Sichtbarkeit bei jüngeren Zielgruppen - wirken austauschbar - haben wenig Kontrolle über Nachfrage Langfristig entsteht: - stärkere Abhängigkeit von Drittkanälen - geringere Preisdurchsetzung - weniger Direktbuchungen Hohe Auslastung heute schützt nicht vor strukturellen Problemen morgen.

Unsicher, ob Social Media in Ihrem Hotel strategisch sinnvoll eingesetzt wird?

Bevor Auslastung zur trügerischen Sicherheit wird, klären wir gemeinsam, welche Rolle Social Media langfristig für Ihr Hotel spielen sollte.

Wann hohe Auslastung und Social Media zusammenpassen

Erfolgreiche Hotels nutzen hohe Auslastung als Chance: - um Marke aufzubauen - um Sichtbarkeit zu erhöhen - um zukünftige Nachfrage abzusichern Sie investieren nicht aus Druck, sondern aus strategischem Denken.

Geeignet für:

- gut ausgelastete Hotels mit Wachstumsanspruch - Betriebe mit Blick auf die nächsten Jahre - Häuser, die unabhängiger werden wollen - Hoteliers, die Marke ernst nehmen

Nicht geeignet für:

- Hotels ohne langfristige Perspektive - Betriebe, die ausschließlich reaktiv handeln - Häuser, die Sichtbarkeit für irrelevant halten

Kurz zusammengefasst

- Hohe Auslastung verdeckt Marketingprobleme - Social Media wird unterschätzt oder aufgeschoben - Markenstärke wird mit Buchungslage verwechselt - Social Media wirkt langfristig, nicht kurzfristig - Gut ausgelastete Hotels haben oft den größten Nachholbedarf
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