Wie Hotels messbar herausfinden, ob Social Media für sie sinnvoll ist

Worum es in diesem Beitrag geht

Viele Hotels stehen vor derselben Frage: „Lohnt sich Social Media für uns oder nicht?“ Häufig wird diese Frage beantwortet mit: - Bauchgefühl - Empfehlungen von Kollegen - Aussagen von Agenturen - allgemeinen Trends Das Problem: Social Media ist kein Selbstläufer und keine Pflicht. Es ist ein Werkzeug, dessen Nutzen sich messen und bewerten lässt. Dieser Beitrag zeigt, wie Hotels strukturiert und messbar herausfinden können, ob Social Media für sie aktuell sinnvoll ist oder ob andere Hebel priorisiert werden sollten.

Die wichtigste Klarstellung vorab

Social Media ist kein Entweder-oder. Die eigentliche Frage lautet: Ist Social Media aktuell der richtige Hebel für unser Hotel? Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten, aber systematisch prüfen.

Schritt 1: Den eigenen Hoteltyp realistisch einordnen

Der erste Prüfpunkt ist kein KPI, sondern Struktur. Wichtige Fragen: - Handelt es sich um ein Resort, Boutique-, Erlebnis- oder Zweckhotel? - Wird die Buchung emotional oder funktional getroffen? - Gibt es Erlebnisse, Geschichten, Identität? Je emotionaler die Entscheidung: desto größer das Social-Media-Potenzial Je funktionaler die Entscheidung: desto geringer der Hebel Ohne diese Einordnung ist jede weitere Messung wertlos.

Schritt 2: Zielgruppe und Entscheidungsweg analysieren

Social Media funktioniert nur, wenn: - die Zielgruppe dort aktiv ist - Social Media Teil des Entscheidungsprozesses ist Messbar wird das über Fragen wie: - Wo informieren sich Gäste vor der Buchung? - Wie hoch ist der Anteil mobiler Zugriffe? - Wie häufig werden Social-Media-Profile aufgerufen? Wenn Social Media im Entscheidungsweg nicht vorkommt, ist es kein priorisierter Hebel.

Schritt 3: Bestehenden Traffic richtig lesen

Viele Hotels schauen auf Reichweite. Entscheidend ist aber Verhalten. Relevante Kennzahlen: - Klicks von Social Media auf die Website - Verweildauer dieser Nutzer - Seitenaufrufe pro Sitzung - Absprungrate Social-Media-Traffic ist vorqualifiziert. Wenn dieser Traffic: - sofort abspringt - keine Tiefe zeigt liegt das Problem nicht am Kanal, sondern an Website, Erwartungsbruch oder Buchungslogik.

Schritt 4: Wirkung statt Likes messen

Likes, Reichweite und Views sind keine Entscheidungskennzahlen. Stattdessen relevant: - Entwicklung der Direktbuchungen - Anteil wiederkehrender Besucher - Performance von Kampagnen mit Social-Media-Bezug - Veränderung der Conversion-Rates Social Media wirkt oft indirekt. Die Frage ist nicht: „Wie viele Buchungen kommen direkt aus Instagram?“ Sondern: „Verbessert Social Media unsere Gesamtperformance?“

Schritt 5: Zusammenspiel mit Performance-Marketing prüfen

Ein klarer Indikator: Wie verhalten sich Performance-Kampagnen mit Social-Media-Unterstützung? Messbare Effekte sind: - stabilere Kampagnen - bessere Conversion-Rates - geringere Kosten pro Buchung - höhere Wiedererkennung Wenn Social Media Performance verbessert, ist der Hebel vorhanden. Auch ohne direkte Attribution.

Unsicher, ob Social Media aktuell ein sinnvoller Hebel für Ihr Hotel ist?

Bevor Zeit und Budget investiert werden, analysieren wir gemeinsam, ob Social Media für Ihr Hotel messbar Sinn ergibt oder nicht.

Schritt 6: Ressourcen realistisch bewerten

Eine ehrliche Frage: Haben wir Zeit, Budget und Kompetenz für Social Media? Ohne: - professionelle Inhalte - klare Zuständigkeiten - Kontinuität wird Social Media nie messbar funktionieren. In diesem Fall ist die Antwort nicht: „Social Media funktioniert nicht“ Sondern: „Wir erfüllen die Voraussetzungen aktuell nicht“

Schritt 7: Testen statt glauben

Social Media lässt sich testen. Sinnvoll ist: - klarer Zeitraum (mind. 6 Monate) - klare Zieldefinition - sauberes Tracking - realistische Erwartung Ein strukturierter Test liefert: - klare Erkenntnisse - belastbare Entscheidungsgrundlagen Besser ein sauberer Test als jahrelange Unklarheit.

Wann Social Media messbar sinnvoll ist

Social Media ist sinnvoll, wenn: - Zielgruppe erreichbar ist - Inhalte Vertrauen aufbauen - Website konvertiert - Performance-Marketing unterstützt wird - Ressourcen vorhanden sind Dann zeigt sich Wirkung: - nicht immer sofort - aber stabil und nachvollziehbar

Wann Social Media kein sinnvoller Hebel ist

Social Media ist aktuell nicht sinnvoll, wenn: - Zielgruppe dort nicht entscheidet - Website strukturell schwach ist - Ressourcen fehlen - kurzfristige Ergebnisse erwartet werden In diesen Fällen ist es klüger, andere Maßnahmen zu priorisieren.

Geeignet für:

- Hotels mit Entscheidungslogik und Positionierung - Betriebe mit Direktbuchungsfokus - Häuser mit messbarem Marketingansatz - Hoteliers, die Klarheit wollen

Nicht geeignet für:

- Hotels, die auf Bauchgefühl setzen - Betriebe ohne Tracking - Häuser mit kurzfristiger Denkweise

Kurz zusammengefasst

- Social Media ist kein Glaubensthema - Es lässt sich prüfen, messen und bewerten - Hoteltyp und Zielgruppe sind entscheidend - Wirkung zeigt sich oft indirekt - Struktur schlägt Aktionismus
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