Neben der finanziellen Frage gibt es eine zweite, die oft unterschätzt wird: die operative Entlastung.
Social Media professionell zu betreiben ist ein Vollzeitjob. Es erfordert Strategieentwicklung, Content-Planung, Foto- und Videoproduktion, Postproduktion, Community Management, Reporting und die ständige Anpassung an Plattformveränderungen. In den meisten Hotels gibt es niemanden, der das leisten kann – nicht weil der Wille fehlt, sondern weil die Kapazität nicht da ist.
Was in der Praxis passiert, wenn Hotels Social Media intern „mitlaufen" lassen: Die Marketingverantwortliche, die eigentlich für Revenue Management, Gästekommunikation und Events zuständig ist, soll „nebenbei" auch noch Instagram machen. Sie postet, wenn Zeit ist – also unregelmäßig. Die Qualität schwankt, weil professionelle Produktion fehlt. Und nach ein paar Monaten schläft der Kanal ein, weil das Tagesgeschäft immer Vorrang hat.
Das Ergebnis: Ein halbherziger Auftritt, der dem Hotel mehr schadet als nützt, weil er potenziellen Gästen signalisiert, dass sich hier niemand wirklich kümmert.
Eine Agentur rechnet sich operativ dann, wenn das Hotel intern niemanden hat, der Social Media als Hauptaufgabe betreiben kann – und das betrifft die Mehrheit der inhabergeführten Hotels.