Inhouse vs. Agentur: Wann Hotels intern scheitern – und warum

Worum es in diesem Beitrag geht

Die Frage „Inhouse oder Agentur?“ stellt sich früher oder später in fast jedem Hotel. Gerade beim Thema Social Media entscheiden sich viele Betriebe zunächst für eine interne Lösung. Oft aus Kosten- oder Kontrollgründen. In der Praxis zeigt sich jedoch: Viele Inhouse-Ansätze scheitern nicht an Motivation, sondern an strukturellen Grenzen. Dieser Beitrag zeigt, wann Social Media intern funktionieren kann, wann Hotels intern scheitern und warum das kein individuelles Versagen, sondern ein Systemproblem ist.

Warum Inhouse für Hotels zunächst attraktiv wirkt

Die Argumente für eine interne Lösung klingen auf den ersten Blick logisch: - Nähe zum Hotelalltag - authentische Einblicke - kurze Abstimmungswege - geringere externe Kosten Gerade kleinere und mittlere Hotels hoffen, Social Media „mit eigenen Mitteln“ abbilden zu können. Das Problem: Diese Argumente berücksichtigen nicht die tatsächlichen Anforderungen von Social Media.

Wann Inhouse-Ansätze in Hotels scheitern

1. Fehlende strategische Tiefe Interne Social-Media-Ansätze sind häufig: - operativ getrieben - nicht strategisch geplant - ohne klare Zieldefinition Es wird gepostet, weil gepostet werden soll, nicht weil ein konkretes Ziel verfolgt wird. Ohne Strategie bleibt Social Media: - zufällig - inkonsistent - wirkungslos

2. Zeitmangel im Tagesgeschäft In den meisten Hotels wird Social Media: - „nebenbei“ erledigt - einer bestehenden Rolle zugeschlagen - ohne feste Zeitfenster betrieben Das Tagesgeschäft gewinnt immer. Social Media verliert. Die Folge: - unregelmäßige Inhalte - lange Pausen - fehlende Kontinuität Social Media verzeiht keine Halbherzigkeit.

3. Fehlende Foto- und Videoexpertise Ein besonders häufiger Irrtum: „Wir haben gute Handys – das reicht.“ Social Media für Hotels erfordert: - professionelles Bildverständnis - Video-Know-how - Wissen über Plattformmechaniken - Erfahrung mit performanten Formaten Gute Technik ersetzt kein Handwerk. Ohne diese Expertise bleibt Content beliebig und damit wirkungslos.

4. Fehlende Plattform- und Algorithmuskenntnis Social Media verändert sich ständig: - Formate - Ausspielmechaniken - Nutzerverhalten Interne Mitarbeitende können diese Dynamik: - kaum kontinuierlich verfolgen - selten testen - nicht systematisch optimieren Was fehlt, ist Lernkurve durch Vielzahl an Projekten. Ein klarer Nachteil gegenüber spezialisierten Agenturen.

5. Fehlende Messbarkeit und Einordnung Viele Inhouse-Setups scheitern daran, dass: - keine klaren KPIs definiert sind - Ergebnisse nicht eingeordnet werden können - Social Media isoliert betrachtet wird Ohne Einordnung entsteht Frust: „Wir machen viel, aber es bringt nichts.“ Oft liegt das Problem nicht im Kanal, sondern im fehlenden System.

Wann Inhouse-Modelle funktionieren können

Es gibt Ausnahmen und diese sind klar definierbar. Inhouse kann funktionieren, wenn: - eine dedizierte Vollzeitstelle existiert - strategische Kompetenz vorhanden ist - externe Schulung genutzt wird - Content-Produktion professionell aufgesetzt ist - Social Media als langfristige Aufgabe verstanden wird Diese Konstellation ist jedoch selten. Vor allem in inhabergeführten Hotels.

Unsicher, ob eine Inhouse-Lösung für Ihr Hotel realistisch ist?

Bevor Zeit und Ressourcen intern gebunden werden, klären wir gemeinsam, welches Setup für Ihr Hotel sinnvoll ist – intern, extern oder hybrid.

Warum Agenturen hier oft im Vorteil sind

Spezialisierte Agenturen bringen: - strategische Erfahrung - eingespielte Prozesse - professionelle Content-Produktion - Plattform- und Performance-Know-how - Vergleichswerte aus vielen Projekten

Der häufigste Fehler: Inhouse vs. Agentur als Entweder-oder

Viele Hotels denken: - entweder intern - oder komplett extern Erfolgreiche Modelle kombinieren beides: - internes Wissen & Nähe - externe Strategie & Umsetzung Nicht Kontrolle ist der Hebel, Qualität und Konsistenz sind es.

Geeignet für Inhouse:

- große Hotels mit Marketingabteilung - Betriebe mit dedizierten Ressourcen - Häuser mit langfristigem Aufbauplan

Nicht geeignet für Inhouse:

- kleine und mittlere Hotels - Betriebe mit hoher operativer Belastung - Hotels ohne Content-Expertise - Häuser, die schnelle Ergebnisse erwarten

Kurz zusammengefasst

- Inhouse scheitert selten an Motivation - Zeit, Know-how und Strategie fehlen strukturell - Gute Technik ersetzt keine Expertise - Agenturen bringen Tiefe, Erfahrung und Umsetzung
Das könnte für Sie ebenfalls relevant sein
Welche Fehler Hotels bei der Content-Produktion immer wieder machen
Viele Hotels produzieren Content und wundern sich, warum er nicht wirkt. Diese Einordnung zeigt, welche Fehler Hotels bei der Content-Produktion immer wieder machen, warum „authentisch“ oft falsch verstanden wird und wie Inhalte gleichzeitig hochwertig und glaubwürdig wirken können.
Wie viel Budget Hotels realistisch für Social Media einplanen sollten
Social Media kostet Geld oder Zeit. Meist beides. Diese Einordnung zeigt, welche Budgets für Hotels realistisch sind, wovon sie abhängen und warum zu kleine Budgets oft teurer sind als gar keine.
Ab wann lohnt sich eine Social-Media-Agentur für Hotels wirklich?
Viele Hotels arbeiten mit Agenturen, ohne genau zu wissen, ob sich der Aufwand wirklich rechnet. Diese Einordnung zeigt, ab wann eine Social-Media-Agentur für Hotels sinnvoll ist und wann interne Lösungen oder andere Hebel die bessere Wahl sind.

Social-Media-Analyse für Hotels

Unverbindlich. Ehrlich. Auf Basis Ihrer individuellen Situation.
Messbare Social Media Strategien für Hotels – mit Fokus auf Wunschgäste, Reichweite und Direktbuchungen.
©2026 Waldmann Media
Kontakt
Unsere Partner