Selbst in Hotels, in denen Social Media konsequent Zeit bekommt, fehlt häufig das Fachwissen, das für echte Ergebnisse nötig wäre. Das ist keine Kritik an den Mitarbeitenden – es ist eine Realität der Branche.
Social Media professionell zu betreiben erfordert heute ein ganzes Bündel an Kompetenzen: Strategieentwicklung, Zielgruppenverständnis, Content-Planung, Fotografie, Videografie, Schnitt, Textkonzeption, Plattformkenntnis, Algorithmus-Verständnis und die Fähigkeit, all das in ein System zu bringen, das auf Buchungen einzahlt.
In einer spezialisierten Agentur sind das verschiedene Rollen. In einem Hotel soll eine Person das alles nebenbei leisten.
Ein besonders häufiges Problem ist die Content-Qualität. Viele Hotels unterschätzen den Unterschied zwischen einem Handyfoto und einem professionell produzierten Video. Technisch kann ein Smartphone heute beeindruckende Bilder machen. Aber die Technik ist nicht das Problem. Das Problem ist das Handwerk dahinter: Lichtführung, Bildkomposition, Storytelling, die psychologische Struktur eines Videos, das nicht nur „schön" ist, sondern eine Buchungsentscheidung beeinflusst. Dieses Handwerk lernt man nicht in einem Wochenend-Workshop – und es entsteht nicht dadurch, dass man ein teures Handy besitzt.
Hotels, die Content intern produzieren, sehen oft nicht, dass ihr Content beliebig ist – weil sie keinen Vergleichsmaßstab haben. Sie vergleichen sich mit anderen Hotels, die ebenfalls intern produzieren. Der Unterschied wird erst sichtbar, wenn man den Content neben den eines Hotels stellt, das mit professioneller Produktion arbeitet. Dann wird klar, warum der eine Auftritt Vertrauen aufbaut und der andere nicht.