Warum Reichweite für Hotels kein KPI ist (und was stattdessen zählt)

Worum es in diesem Beitrag geht

Viele Hotels bewerten ihren Social-Media-Erfolg über Reichweite. Hohe Impressionen, viele Views, steigende Zahlen gelten als Zeichen dafür, dass Social Media „funktioniert“. In der Praxis zeigt sich jedoch: Reichweite sagt fast nichts darüber aus, ob Social Media für ein Hotel wirtschaftlich sinnvoll ist. Dieser Beitrag erklärt, warum Reichweite für Hotels kein geeigneter KPI ist, warum sie oft in die Irre führt und welche Kennzahlen stattdessen wirklich relevant sind.

Die wichtigste Klarstellung vorab

Reichweite ist nicht grundsätzlich schlecht. Sie zeigt: - Sichtbarkeit - Ausspielung - Aufmerksamkeit Aber: Reichweite ist kein Ziel und kein Beweis für Wirkung. Hotels brauchen keine Aufmerksamkeit um der Aufmerksamkeit willen. Sie brauchen Vertrauen, Nachfrage und Buchungen.

Warum Reichweite im Hotelmarketing überschätzt wird

Reichweite stammt aus klassischen Marketing- und Medienlogiken: je mehr Menschen erreicht werden, desto besser Für Hotels greift diese Logik zu kurz. Denn: - nicht jeder erreichte Nutzer ist relevant - nicht jeder View ist ein potenzieller Gast - nicht jede Reichweite hat Buchungsnähe Hohe Reichweite kann bedeuten: - falsche Zielgruppe - wenig Kontext - keine Entscheidungsreife

Der typische Denkfehler: Sichtbarkeit = Erfolg

Viele Hotels denken: - „Unser Reel hatte 100.000 Aufrufe“ - „Die Reichweite ist explodiert“ Gleichzeitig: - keine spürbaren Buchungen - keine Anfragen - keine Veränderung der Nachfrage Das Problem: Reichweite wird mit Wirkung verwechselt. Reichweite misst Ausspielung, nicht Entscheidung.

Warum Reichweite Hotels sogar schaden kann

Reichweite kann trügerisch sein. Algorithmen belohnen Inhalte, die: - unterhalten - polarisieren - leicht konsumierbar sind Diese Inhalte: - erreichen viele Menschen - aber selten die richtigen Für Hotels bedeutet das: - viel Aufmerksamkeit - wenig Relevanz - kaum Buchungsnähe Im schlimmsten Fall: Social Media fühlt sich erfolgreich an. Wirtschaftlich passiert nichts.

Warum Hotels andere KPIs brauchen

Hotels verkaufen keine Produkte mit Impulskauf. - Sie verkaufen Aufenthalte: - hochpreisig - erklärungsbedürftig - emotional Dafür sind andere Kennzahlen entscheidend.

Welche KPIs für Hotels wirklich zählen

1. Qualität des Traffics Statt „Wie viele?“ ist entscheidend: - Wer klickt? - Woher kommt der Nutzer? - Wie qualifiziert ist der Besuch? Weniger, aber relevanter Traffic ist wertvoller als Masse.

2. Verhalten auf der Website Aussagekräftiger als Reichweite sind: - Verweildauer - Seitenaufrufe - Absprungrate - Klicks zur Buchung Diese Kennzahlen zeigen: Beschäftigt sich der Nutzer wirklich mit dem Hotel?

3. Entwicklung der Direktbuchungen Der wichtigste KPI: - Steigen Direktbuchungen? - Werden Buchungen stabiler? - Sinkt die OTA-Abhängigkeit? Social Media wirkt hier häufig indirekt, aber nachhaltig.

4. Zusammenspiel mit Performance-Marketing Social Media sollte: - Performance-Kampagnen unterstützen - Wiedererkennung schaffen - Vertrauen vor der Buchung aufbauen KPIs sind hier: - bessere Conversion-Rates - stabilere Kampagnen - geringere Kosten pro Buchung Nicht Reichweite.

Unsicher, ob Ihre Social-Media-KPIs wirklich aussagekräftig sind?

Bevor Reichweite weiter optimiert wird, analysieren wir gemeinsam, welche Kennzahlen für Ihr Hotel tatsächlich relevant sind.

Warum Reichweite trotzdem gerne genutzt wird

Reichweite ist: - leicht messbar - schnell sichtbar - gut reportbar Und genau deshalb beliebt. Sie gibt das Gefühl von Erfolg, auch wenn wirtschaftlich nichts passiert. Für Hotels ist das gefährlich, weil falsche KPIs zu falschen Entscheidungen führen.

Wann Reichweite trotzdem eine Rolle spielen kann

Reichweite kann sinnvoll sein: - bei klarer Zielgruppenausrichtung - im Zusammenspiel mit anderen Kennzahlen - als Frühindikator, nicht als Ziel Aber: Reichweite darf niemals der zentrale KPI sein.

Geeignet für:

- Hotels mit Fokus auf Direktbuchungen - Betriebe, die Wirkung messen wollen - Häuser mit Performance-Marketing - Hoteliers mit strategischem Anspruch

Nicht geeignet für:

- Hotels, die Erfolg über Likes und Views definieren - Betriebe ohne Buchungsfokus

Kurz zusammengefasst

- Reichweite ist kein Erfolgsmaßstab für Hotels - Sie misst Ausspielung, nicht Wirkung - Hohe Reichweite kann in die Irre führen - Relevanz schlägt Masse - Entscheidend sind Buchungsnähe und Vertrauen
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