Warum klassische Hotel-Agenturen Social Media oft falsch denken

Worum es in diesem Beitrag geht

Viele Hotels arbeiten oder arbeiteten bereits mit klassischen Hotelmarketing-Agenturen. Social Media ist dabei fast immer „mit dabei“ als zusätzlicher Kanal, als Leistung im Paket, als weiteres Tool im sogenannten Online-Marketing. Die Ergebnisse bleiben jedoch häufig hinter den Erwartungen zurück. Nicht, weil Social Media für Hotels nicht funktioniert, sondern weil klassische Agenturen den Kanal strukturell falsch einordnen und falsch umsetzen. Dieser Beitrag zeigt, wo genau diese Denkfehler liegen und warum sie dazu führen, dass Hotels Social Media am Ende als „funktioniert bei uns nicht“ abstempeln.

Das Grundproblem: Social Media wird als Marketingmaßnahme gedacht

Klassische Hotel-Agenturen kommen häufig aus: - klassischem Marketing - Kampagnenlogik - Angebots- und Produktkommunikation Social Media wird dabei behandelt wie: - ein weiterer Werbekanal - ein zusätzlicher Content-Ausspielweg - ein Marketinginstrument unter vielen Das Problem: Social Media ist kein klassischer Marketingkanal. Für Hotels ist Social Media vor allem ein Ort, an dem: - Vertrauen entsteht - Unsicherheit abgebaut wird - Eindrücke gesammelt werden - Entscheidungen vorbereitet werden Wer Social Media nur als Marketingmaßnahme denkt, verfehlt genau diese Funktion.

Denkfehler 1: Social Media als reiner Content-Kanal

In vielen Agenturmodellen bedeutet Social Media: - Redaktionsplan - feste Posting-Termine - Bilder und Texte nach Schema Der Erfolg wird daran gemessen, dass gepostet wird, nicht daran, was beim potenziellen Gast ankommt. Was dabei oft fehlt: - klare Zielgruppenansprache - reale Einblicke - emotionale Sicherheit - Entscheidungsrelevanz Social Media für Hotels ist kein Selbstzweck. Es soll Vertrauen aufbauen, nicht nur sichtbar sein.

Denkfehler 2: Reichweite wird mit Wirkung verwechselt

Viele klassische Agenturen reporten: - Reichweite - Impressionen - Follower-Wachstum Für Hotels sind das keine Kennzahlen, die Buchungen erklären. Hohe Reichweite bedeutet nicht: - höhere Auslastung - mehr Direktbuchungen - bessere Performance Reichweite ohne Vertrauen bleibt folgenlos. Und Vertrauen entsteht nicht durch Zahlen, sondern durch Inhalte.

Denkfehler 3: Die Buchungslogik wird nicht verstanden

Ein zentraler Punkt, der in klassischen Agenturmodellen häufig fehlt, ist die klare Buchungslogik. Realistisch betrachtet gilt: - Social Media sorgt selten für die direkte Buchung - Social Media sorgt sehr häufig für Vertrauen und Entscheidungsreife - Die Buchung erfolgt dann über Performance-Marketing oder Direktzugriffe Social Media bringt also nicht „keine Buchungen“. Es bringt die Voraussetzung, damit Buchungen überhaupt stattfinden. Wer Social Media isoliert betrachtet, übersieht genau diesen Zusammenhang.

Unsicher, ob Social Media in Ihrem Hotel aktuell richtig eingeordnet wird?

Bevor weitere Maßnahmen umgesetzt werden, klären wir gemeinsam, welche Rolle Social Media realistisch für Vertrauen, Performance und Buchungen spielt.

Denkfehler 4: Social Media und Performance werden getrennt gedacht

Viele Agenturen trennen organisatorisch: - Social Media - Performance-Marketing - Website In der Realität greifen diese Bereiche ineinander. Typischer Ablauf beim Gast: - Anzeige oder Google-Suche - Website-Besuch - Blick auf Social Media - Vertrauensprüfung - Buchung (oft über Performance oder Direktzugriff) Social Media ist damit kein Ersatz für Performance-Marketing, aber ein entscheidender Verstärker der Buchungswahrscheinlichkeit.

Denkfehler 5: „Online-Marketing“ wird zu breit angeboten

Ein strukturelles Problem klassischer Hotelmarketing-Agenturen ist ihr Leistungsportfolio. Häufig angeboten: - Website - SEO - Google Ads - Social Media - Newsletter - Print - Employer Branding Alles aus einer Hand, aber nichts mit echter Tiefe. Online-Marketing ist heute: - hochkomplex - stark spezialisiert - extrem dynamisch Social Media allein erfordert: - strategisches Verständnis - Content-Expertise - Foto- & Videokompetenz - Plattform-Know-how Wenn Social Media eine von zehn Leistungen ist, wird es fast immer nebenbei betreut.

Denkfehler 6: Social Media läuft „mit“

In vielen klassischen Agenturen wird Social Media: - an Junioren abgegeben - mit Standardprozessen abgearbeitet - ohne echte Priorität geführt Das Ergebnis: - wenig strategische Tiefe - durchschnittlicher Content - keine klare Wirkung Social Media bringt dann auch nur durchschnittliche oder keine Ergebnisse. Das führt beim Hotel zu dem bekannten Fazit: „Wir hatten schon eine Agentur – Social Media funktioniert bei uns nicht.“ In Wahrheit hat Social Media nie richtig stattgefunden.

Warum diese Denkweise für Hotels problematisch ist

Wenn Social Media falsch gedacht wird: - entstehen falsche Erwartungen - werden falsche KPIs angesetzt - bleibt Wirkung aus Nicht, weil der Kanal ungeeignet ist, sondern weil er nicht ernsthaft und nicht spezialisiert umgesetzt wurde.

Geeignet für:

- Hotels, die Social Media als Vertrauenshebel verstehen - Betriebe mit Fokus auf Direktbuchungen - Häuser, die System statt Einzelmaßnahmen wollen - Hoteliers mit Frust aus Agenturzusammenarbeiten

Nicht geeignet für:

- Hotels, die Social Media nur „mitlaufen lassen“ wollen - Betriebe mit reiner Kampagnenlogik - Unternehmen ohne Bereitschaft zur Spezialisierung - Häuser, die schnelle Effekte erwarten

Kurz zusammengefasst

- Klassische Agenturen denken Social Media als Marketingmaßnahme - Social Media baut Vertrauen auf, Performance-Marketing bringt die Buchung - Beides wirkt zusammen – nicht getrennt - „Online-Marketing aus einer Hand“ führt oft zu fehlender Tiefe - Social Media als Nebenleistung bringt Nebenbei-Ergebnisse
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